







Ein Projekt des studio mut.und.anmut in Kooperation mit dem Museum Utopie und Alltag in Eisenhüttenstadt.
Im Wintersemester 2024/25 hat studio mut.und.anmut in Kooperation mit dem Museum Utopie und Alltag in Eisenhütten-stadt die Ausstellung »Fremde Freunde – Völkerfreundschaft zwischen Ideal und Wirklichkeit« gestaltet.
Die Ausstellung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Solidaritätsversprechen und Rassismus, das im Alltag in der DDR zu Tage trat: Importierte Genussmittel, Spielwaren, Lehrmittel, Malerei oder Plastiken – und ihre visuellen Codes – offenbaren sowohl komplexe Prozesse des Fremdmachens und der sozialen Hierarchisierung, aber auch Appelle und konkrete Ansätze zu ihrer Überwindung.
Arbeitsmobilität und politische Emigration spielen ebenso eine Rolle wie die Erfahrungen von Schwarzen und People of Color in der DDR und der Transformationszeit von 1990 bis heute.
Kuratiert wurde die Ausstellung von Andrea Wieloch – der damaligen Leiterin des Museum Utopie und Alltag –, Dr. Miriam Friz Trzeciak und Axel Drieschner. Unsere Aufgabe war es, für diese Ausstellung den Namen, das visuelle Erscheinungsbild, die begleitenden Medien und die Szenografie zu entwickeln.
Szenografie verbindet Text, Bild (von Zeichnung über Foto bis hin zum bewegten Film ist alles denkbar) und Objekte zu einer Erzählung im Raum. Wir durchliefen alle gestalterischen Leistungsphasen: Von der Konzeption über den Entwurf bis zur Produktion. Der besondere Reiz lag darin, dass wir mit originalen Objekten arbeiten konnten. Das Museum verfügt über eine der größten Sammlungen zu Alltagskultur sowie zur Kunst aus der DDR. Es befindet sich in Eisenhüttenstadt, das 1950 als sozialistische Idealstadt gegründet wurde und heute als das größte zusammenhängende Flächendenkmal in Deutschland gilt. Das Ausstellungsgebäude ist ein denkmalgeschützter Kindergarten von 1953.
Beteiligte Personen:
Daniel Fleer
Jil Krevet
Maja Nacke
Marijam Zedler
Matthias Hübner
Steffen Schuhmann
Ulrike Prothmann
Unterstützt von:
Carla Baumeister
Thilo Albers